1. Was den Wert bestimmt
Den einen festen Preis für ein Auto gibt es nicht. Der Wert ergibt sich aus vielen Faktoren, die zusammenspielen. Die wichtigsten sind:
- Marke, Modell und Motorisierung: Manche Modelle sind gefragt und verlieren langsam an Wert, andere weniger.
- Erstzulassung und Alter: In den ersten Jahren ist der Wertverlust meist am größten.
- Kilometerstand: Je höher die Laufleistung, desto stärker sinkt in der Regel der Wert, weil Verschleißteile näher an ihrem Austausch sind.
- Ausstattung: Automatik, Navigationssystem, Assistenzsysteme oder Anhängerkupplung können den Preis heben. Seltene Sonderausstattung wird dagegen oft nicht voll bezahlt.
- Antrieb und Kraftstoff: Benziner, Diesel, Hybrid oder Elektro, jede Antriebsart hat eigene Käufergruppen.
- Anzahl der Vorbesitzer: Wenige Halter wirken auf viele Käufer vertrauenswürdiger.
2. Zustand und Pflege
Zwei Autos mit gleichem Modell, Baujahr und Kilometerstand können sehr unterschiedlich viel wert sein. Den Unterschied macht der Zustand:
- Unfallfrei oder mit Vorschaden, und wenn ja, wie gut wurde repariert?
- Lack, Rost, Felgen, Reifen und Innenraum,
- Technik: Motor, Getriebe, Kupplung, Bremsen, Klimaanlage,
- ein lückenloses Serviceheft und Rechnungen über größere Arbeiten,
- die Restlaufzeit bis zur nächsten Hauptuntersuchung.
Ehrliche Angaben zahlen sich aus. Ein bekannter Schaden, den Sie offen nennen, macht die Bewertung verlässlich. Was erst bei der Besichtigung auffällt, sorgt dagegen für Nachverhandlungen.
3. Markt und Nachfrage
Neben dem Fahrzeug selbst spielt der Markt eine Rolle. Ein Cabrio ist im Frühjahr oft gefragter als im November, ein Allradfahrzeug eher vor dem Winter. Auch die allgemeine Lage auf dem Gebrauchtwagenmarkt, Kraftstoffpreise und Diskussionen um Fahrverbote können die Nachfrage nach bestimmten Fahrzeugen verändern.
4. Online-Bewertungen: guter Anhaltspunkt, kein fester Preis
Bewertungsdienste wie die der DAT oder von Schwacke sowie die Preisrechner großer Fahrzeugbörsen geben Ihnen eine erste Orientierung. Sie arbeiten mit Marktdaten und Ihren Angaben zu Modell, Baujahr, Laufleistung und Ausstattung.
Das Ergebnis ist in der Regel eine Spanne, keine feste Summe. Den tatsächlichen Zustand können solche Rechner nicht sehen: Ob die Bremsen bald fällig sind, ob es einen reparierten Unfallschaden gibt oder ob der Innenraum gepflegt ist, wissen sie nur so gut, wie Sie es eingeben. Vergleichen Sie am besten mehrere Quellen und schauen Sie auch, zu welchen Preisen ähnliche Fahrzeuge in Ihrer Gegend angeboten werden. Achtung: Angebotspreise in Inseraten sind Wunschpreise, keine erzielten Preise.
5. Ankaufspreis und Verkaufspreis
Häufig fragen uns Kunden, warum ein Händler weniger zahlt, als dasselbe Auto später beim Händler kostet. Der Unterschied ist kein Geheimnis: Zwischen Ankauf und Wiederverkauf liegen Aufbereitung, Prüfung und eventuelle Reparaturen, die Standzeit auf dem Hof und beim Verkauf an Verbraucher die gesetzliche Sachmängelhaftung des Händlers. Dafür sparen Sie sich beim Verkauf an einen Händler Inserat, Besichtigungstermine mit Fremden und Preisverhandlungen.
6. Warum die Begutachtung zählt
Eine verlässliche Aussage zum Wert gibt es erst, wenn jemand das Fahrzeug gesehen hat. Bei einer Begutachtung vor Ort werden Karosserie, Lack, Innenraum und Technik geprüft, eine Probefahrt gemacht, wenn das Fahrzeug fährt, und die Unterlagen angesehen. Daraus ergibt sich ein Preis, der zum echten Zustand passt.
Genau so arbeiten wir: Wir begutachten Ihr Fahrzeug bei Ihnen vor Ort und machen Ihnen ein unverbindliches und kostenloses Angebot. Ob Sie verkaufen, entscheiden allein Sie. Welche Unterlagen Sie dafür bereithalten sollten, lesen Sie unter Unterlagen beim Verkauf. Ist Ihr Auto noch finanziert, hilft der Ratgeber Auto verkaufen mit Kredit.

